Wer nachhaltig denkt, identifiziert die Wirtschaft schnell als Schlüsselfaktor für den Wandel, den wir so dringend brauchen. Corona hat eine weltweite Rezession ausgelöst. Unternehmen melden Kurzarbeit und nehmen Überbrückungskredite und andere Liquiditätshilfen in Anspruch. Zentralbanken und Regierungen sind bemüht, mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen gegenzusteuern und einen Ausweg aus der Krise zu finden
Was sind Low-Profit-Investitionen?

Eine Post-Wachstums-Ökonomie verlangt von Unternehmen, nachhaltig zu wirtschaften und die natürlichen Ressourcen zu schonen. Eine, auf finanzielle Zuwächse ausgerichtete Wirtschaftsweise erscheint dabei nicht zielführend. Low-Profit ist finanzwirtschaftliches Neuland und der Versuch, die Lücke zwischen Non-Profit und For-Profit zu schließen, zwischen gemeinnützigem und gewinnorientiertem Wirtschaften.

Folgende Fragen wollen wir bewegen:
• Wie können Investitionen finanziert werden, die nur eine geringe Rendite versprechen, aber dafür einem sozialen und ökologischen Zweck dienen?
• Wie kann erreicht werden, dass biologischer Landbau, erneuerbare Energien oder der Bereich Recycling u.v.m. besser finanziert werden?
• Wie kann mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen der Weg aus der Corona-Krise so geebnet werden, dass er in eine sozial-ökologisch nachhaltige Post-Wachstums-Ökonomie mündet?
Worum geht es an dem Wochenende?
Für den Kurs werden keine ökonomischen Kenntnisse vorausgesetzt. Eine Einführung in die klassische Finanzwirtschaft bildet die Grundlage, um finanzwirtschaftliche Begriffe und Zusammenhänge zu verstehen. Wir nehmen dabei eine ganzheitliche Perspektive ein und diskutieren gemeinsam die Grenzen der klassischen finanzwirtschaftlichen Modellierung. Partizipative Methoden wie Brainstorming, Fishbowl-Methode, Rollenspiele laden alle ein, sich aktiv einzubringen.
Was können wir tun?
Letztlich sind auch wir gefragt: Wie können wir mit Phantasie und neuen Ideen eigene soziale und ökologische Low-Profit-Projekte und -Organisationen ins Leben rufen? Welche Portale oder Initiativen gibt es bereits, die als Vorbild für eine nicht-gewinnorientierte Wirtschaftsweise dienen können? Und wie können wir als Bürger*innen und Aktivist*innen dafür sorgen, dass die Politik die entscheidenden Schritte geht? Wie können Zentralbank und Staat günstige Rahmenbedingungen für Low-Profit-Investitionen schaffen?
An den Finanzen sollen fitte junge Leute nicht scheitern!
Unser Verein Freundeskreis-Ökodorf e.V. hat die Möglichkeit, jungen Leuten eine Teilnahme zu ermöglichen, die über zu geringe eigene finanzielle Mittel verfügen. Wenn du unter 28 Jahre alt bist und an nachhaltiger Ökonomie interessiert, so fragen gern bei uns den „Anna-Schicht-Fonds“ an. Ohne eine Rendite zu erwarten, finanziert dieser deine Unterkunft & Verpflegung an diesem Wochenende – eine Investition in die gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit!

Veranstaltungsformate

Zielgruppen

Zeitraum

04.06.2021 - 06.06.2021

Referent*innen