Völkische und rechtsextreme Bewegungen im Natur- und Umweltschutz

Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung sind Umweltpolitik und ökologisches Denken nicht nur mit toleranten Lebensweisen und einem emanzipatorischen Demokratieverständnis verbunden: Rechte Akteur*innen engagieren sich für den „Heimatschutz“, belegen Kurse für Permakultur, wehren sich gegen Gentechnik und gründen eigene Ökodörfer.

Und nun? Bei näherer Betrachtung verschwimmen die Grenzen zwischen den politischen Lagern: Viele Forderungen der „grünen Braunen“ decken sich oberflächlich mit denen von Naturschutzorganisationen oder Ökodorf-Initiativen. Wird das zum Sprungbrett für rechtsextreme Akteur*innen in solche Bewegungen? Zumindest ergeben sich daraus unverdächtige Anschlusspunkte zur Mitgliederwerbung oder zur schleichenden Verbreitung ihres Gedankengutes. Darüber hinaus ist und war die Natur stets ein konsequenter Grundpfeiler faschistischer Ideologien.

Das Wochenende …

  • bietet einen kritischen Einführungsworkshop in moderne und historische Verknüpfungen des deutschen Naturschutzes mit extrem rechten Ideologien.
  • eröffnet aktuelle Einsichten und Informationen zur Bedeutung der Natur bei den sogenannten „Neuen Rechten“ und modernen völkischen Strömungen.
  • versetzt die Teilnehmer*innen in die Lage, demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien und Denkmuster im Natur- und Umweltschutz zu identifizieren.
  • gibt Raum für Austausch über Fallbeispiele, eigene Erfahrungen und für persönliche Reflexion.

Das Seminar wird veranstaltet in Kooperation mit FARN (Fachstelle für Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz).

Wir bemühen uns um finanzielle Förderung, bei Erfolg kann sich der TN-Beitrag noch senken. Außerdem verwaltet unser Verein einen Fonds für junge Leute bis 25 Jahren, die über geringe finanzielle Mittel verfügen. Bitte bei Bedarf nachfragen!

Grundsätzlich soll die Teilnahme nicht am Geld scheitern!


Zeitraum

11.12.2020 - 13.12.2020